Architekturformen mit Tradition

Nicht ohne Klinker

Welche Architekturform assoziieren Sie, wenn Sie an eine Klinkerfassade denken? Wie so vielen anderen kommt Ihnen sicher die norddeutsche Regionalbauweise in den Sinn. Und das ist auch kein Wunder. Denn die Tradition für Klinker geht im Norden bis ins Mittelalter zurück. Kaum eine Hansestadt im Nord- und Ostseeraum, wo Klinker nicht fester Bestandteil der städtische Silhouette ist. Neben gestalterischen Merkmalen kommt hier die Tatsache zum Tragen, dass Klinker ganz besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse ist, was vor allem im Norden mit dem oft rauen Klima von Bedeutung ist. Klinker schützt und isoliert die Häuser wie kein anderes Material.

Klinker im Industriebau

Doch auch der Klinker-Industriebau geht auf eine lange Tradition zurück. Schon im Klinkerexpressionismus, dessen Zeit die 1920er- Jahre waren, setzte man verstärkt auf Klinkerfassaden, um industriell genutzten Gebäuden eine repräsentative und doch funktionale Außenwirkung zu verleihen.
Wichtigstes Baumaterial war der namensgebende Klinker. Dieser hatte den Vorteil, sich den oft schwierigen klimatischen Bedingungen von Industrieanlagen am besten anzupassen. Und das tut er noch heute, genau wie seine charakteristische raue Oberfläche noch immer unzählige Industriebauten prägt.
Klinker hat genau die Sachlichkeit, die für gewerblich genutzte Gebäude wichtig ist, Klinker strahlt aber auch Wärme aus und schafft so eine einladende Atmosphäre, die

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